„Die Hotelbranche bietet noch viel Energieeinsparpotential!“

Hersteller trifft Kunde: Gunther Gamst (Geschäftsführer DAIKIN Deutschland) und Holger Behrens (Geschäftsführender Gesellschafter Rilano Hotels & Resorts) sprechen über Kostentreiber im Hotelbereich, Energieeinsparungen in der Gebäudetechnik und das Verhältnis zwischen Hersteller, Investor und Hotelpächter. Ihr Fazit: Die Hotelbranche ist auf einem guten Weg, kann aber in Sachen Energieeffizienz noch viel lernen.

  1. Laut einer aktuellen Umfrage des DEHOGA Bundesverbandes sehen 65 % der befragten Betriebe die Energiekosten als Hauptkostentreiber im Hotelbereich. Können Sie das bestätigen?

    H. Behrens: Ja, das kann ich bestätigen. Natürlich haben die Personal- und Pachtkosten den größten Anteil, aber danach kommen mittlerweile gleich die Energiekosten. Vor zehn Jahren war das noch nicht so. Doch die Energiekosten steigen stetig und sind mit zum Hauptkostentreiber geworden. Wir rechnen jährlich mit einer Steigerung der Energiekosten um 2 %. Doch diese Spirale kann nicht ewig nach oben gehen.

  2. Welche Maßnahmen setzen Sie konkret ein, um die Energiekosten in Ihren Häusern so niedrig wie möglich zu halten?

    H. Behrens: Mit Systemen in Häusern, die wir als Pächter übernommen haben, ist das natürlich schwierig. Da müssen wir mit der Technologie arbeiten, die vorhanden ist. Bei Neubauten versuchen wir darauf zu achten, dass wir beispielsweise bei Klima- und Heizsystemen energiesparende, effiziente Systeme und erneuerbare Energien einsetzen. Bei unseren neuen Häusern werden Klimaanlage und Heizung automatisch abgeschaltet, wenn der Gast das Fenster öffnet oder wenn er den Raum verlässt. Mittelfristig liegt unser Fokus auf erneuerbaren Energien, um diese Ressourcen sinnvoll und nutzbringend in unseren Hotels einzusetzen. Doch der Einsatz erneuerbarer Energien heißt nicht automatisch, dass die Anlage effizienter ist und die Betriebskosten geringer sind. Eines unserer Häuser wird mit einer Pelletheizung beheizt, da sind die Kosten mittlerweile enorm gestiegen, sodass das System nicht mehr wirklich wirtschaftlich ist.

  3. Herr Gamst, wo sehen Sie die Einsparpotentiale im Hotelgewerbe? Was raten Sie einem Hotelbetreiber, wenn er auf Sie zukommt und ein neues Klimasystem sucht?

    G. Gamst: Entscheidend ist, zu welchem Zeitpunkt er auf uns zukommt. Wenn das Hotel erst in der Planung ist, dann können wir als Hersteller den Betreiber dabei unterstützen, aus unseren Produkten die für ihn effizienteste Technik auszuwählen, die Technik, die seinen Bedürfnissen entspricht. Damit kann er auf vieles, wie zum Beispiel eine Öl- oder Gasheizung, verzichten. Denn mit Systemtechnik, wie Wärmepumpen, die heute zur Verfügung steht, können wir eine Anlage auslegen, die erneuerbare Energien, zum Beispiel aus der Luft, nutzt und die kombinierbar ist mit einer Photovoltaik-Anlage zur Eigenstrom-Erzeugung. So können die Energiekosten niedrig gehalten werden. In den meisten Fällen werden wir als Hersteller jedoch zu spät miteinbezogen. Die Gebäude existieren dann meist schon, sie werden gepachtet und die Technologie ist auch schon vorhanden. Da wird es schwierig, grundsätzliche Maßnahmen zur Energieeinsparung umzusetzen.

    „Wenn man von Anfang an die Systemtechnik aufeinander abstimmt, kann mehr eingespart werden, als man denkt!“

    Gunther Gamst
    Wir können dann nur raten, regelmäßig die empfohlenen Wartungen durchzuführen, also beispielsweise die Filter der Klimaanlagen in den Zimmern regelmäßig zu reinigen. Wenn die Wartungszyklen eingehalten werden, dann kann man die Energiekosten der laufenden Anlage in jedem Fall reduzieren. Aber der Einfluss ist natürlich nicht mehr so groß, das ist nur ein geringer prozentualer Anteil. Wenn man von Anfang an bei der Planung die Systemtechnik aufeinander abstimmt und nicht nur die Hotelzimmer, sondern auch die Bereiche Restaurant und Tagungsräume integriert, kann mehr eingespart werden, als man denkt. Wir gehen von 50 bis 60 % aus.

  4. Bei der Verpachtung eines Hotels ist die Gebäudetechnik meist nicht mehr auf dem neusten Stand. Ab wann lohnt es sich, die Gebäudetechnik komplett auszutauschen? Oder ist es häufig sinnvoller, eher auf die Wartung der Systeme zu setzen? Welche Erfahrungen haben Sie hier?

    H. Behrens: Hier würden wir uns noch mehr Unterstützung von der Industrie erhoffen, also von den Herstellern. Als Entscheidungshilfe brauchen wir Zahlen, die uns als Betreiber den Return on Invest aufzeigen. Beim Thema Energiemanagement sind wir auf die Hersteller und Dienstleister angewiesen. Das ist nicht unsere Kernkompetenz. Daher brauchen wir Partner wie zum Beispiel DAIKIN, die uns unterstützen.
    Bei einem Hotelneubau muss man sich intensiv mit dem Thema Energie und Gebäudetechnik auseinandersetzen. Das ist mittlerweile sehr komplex und es gibt so viele technologische Möglichkeiten, dass wir hier Lieferanten brauchen, die uns über diese Möglichkeiten aufklären. Wir wollen gar keine Standardlösungen. Diese sind vielleicht auf den ersten Blick günstiger, also bei der Anschaffung, aber betrachtet man den Lebenszyklus einer Anlage, sind sie sicherlich nicht die günstigere Variante.

  5. Wie kann diese Unterstützung durch den Hersteller konkret aussehen?

    G. Gamst: Das ist eine große Herausforderung. Wir als Lieferant arbeiten ja hauptsächlich mit den installierenden Fachbetrieben oder Ingenieurbüros und Architekten zusammen. Wir merken allerdings, dass der Endkunde immer mehr den direkten Kontakt zum Lieferanten sucht, um von uns Informationen zu bekommen, wie er die Systeme effizienter einsetzen kann. Und da werden wir uns in Zukunft noch besser aufstellen müssen, um Kunden wie Herrn Behrens rechtzeitig, z. B. wenn es in die Planung für neue Häuser geht, beraten zu können. Wenn wir von Anfang an dabei sind, können wir mit unserem Know-how beispielsweise darauf hinweisen, dass er in seinem Pachtvertrag klären soll, welche Anlagentechnik er gerne hätte, dass die Anlage an die hoteleigene Belegungssoftware angebunden werden soll und so weiter. Diese Vorgehensweise hat sich in anderen Branchen, wie zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel bei den Discountern, bewährt. Da sagt der Pächter dem Verpächter ganz klar, welche Anlagentechnik er will. Das funktioniert sehr gut. Das Problem ist ja, dass die Energie- und Wartungskosten hinterher zu Lasten des Pächters gehen. Da muss eine vernünftige Verbindung zwischen Investor, Pächter und Lieferant hergestellt werden. Wenn wir das in Zukunft hinbekommen, dann ist das für alle Beteiligten von Vorteil.

  6. Herr Behrens, wie kontrollieren Sie Ihre Energieverbräuche?

    H. Behrens: Wir sehen die monatlichen Abrechnungen, die wir regelmäßig kontrollieren, aber dann ist es natürlich schon zu spät. Verändern sich die Kosten auffällig nach oben, so sind unsere technischen Leiter angehalten, dies umgehend zu überprüfen und gegebenenfalls Lösungen zu finden.

    „Wir müssen alle an einem Strang ziehen und die auf den ersten Blick höheren Investitionskosten in Kauf nehmen, da wir alle von der Investition profitieren.“

    Holger Behrens
    Und unsere Techniker lesen regelmäßig die Zählerstände ab und nehmen die entsprechende Auswertung vor. Weitere Parameter, um die Energieverbräuche zu kontrollieren, sind jedoch relativ schwierig. Es ist auch so, dass an den klassischen Haustechniker immer höhere Anforderungen gestellt werden. Er bildet sich zwar immer weiter fort, aber prinzipiell ist das Messen der Energieverbräuche noch eine große Herausforderung für uns.

  7. Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es schon Möglichkeiten, die Energieverbräuche automatisch aufzuzeichnen und zu kontrollieren. Warum wird das im Hotelbereich nicht gemacht?

    G. Gamst: Auch bei Hotels gibt es Möglichkeiten der Überwachungstechnik, um zum Beispiel mithilfe dieser Daten die Wartungszyklen den Verbräuchen anzupassen. Wieder ein einfaches Beispiel: Je weniger ich im Hotelzimmer die Filter warte, umso höher werden die Energiekosten. Nur, dieses Monitoring muss der Investor von vornherein mit einplanen. Eine Integration im Nachhinein ist zwar möglich, aber immer teurer. Und das wird in den wenigsten Fällen gemacht, womit wir wieder bei dem Verhältnis zwischen Pächter, Investor und Lieferant wären. Wir müssen als Lieferant auch die Personen aufklären, die diese Gebäude bauen, also die Investoren, und ihnen ganz klar verdeutlichen, welche Vorteile sie davon haben. Aber grundsätzlich sind die Technologien für das Aufzeichnen der Energieverbräuche vorhanden. Und es ist auch nicht so aufwendig, wie man vielleicht glaubt. Das sind eine Handvoll Daten, die wir brauchen, um festzustellen, ob eine Anlage effizient läuft oder eben nicht. Es gibt Anlagen, die verfügen von vornherein über die Möglichkeit, Daten aufzuzeichnen, sodass wir sie abrufen können. Dann können wir vorausschauend die Anlage kontrollieren und den Kunden proaktiv kontaktieren, damit die Wartung durchgeführt oder die zu erwartende Störung schnell behoben werden kann. Der Hotelbetreiber kann das nicht leisten.

  1. Der Investor muss also noch mehr ins Boot geholt werden?

    H. Behrens: Ja, definitiv, weil es mittelfristig auch für ihn wichtig und von Vorteil ist. Wenn es dann mal dazu kommt, dass solche Anlagen nach einer gewissen Laufzeit ausgetauscht werden müssen, trifft das natürlich in erster Linie den Eigentümer der Immobilie. Insofern muss der Investor von vornherein dabei sein, denn der Zyklus, in dem er investiert, verlängert sich dadurch um einige Jahre. Zwar hat er ein höheres Investment, das er zu diesem Zeitpunkt tätigen muss, doch dafür eben auch eine bessere technische Lösung und der Wert der Immobilie wird gesteigert.

    „Bei den Energiekosten haben wir in der Hotelbranche noch viel Einsparpotential“

    Holger Behrens
    Hinzu kommt: In diesem Fall geht es nicht nur direkt um Geld, sondern auch um den Nachhaltigkeits- und Umweltaspekt. Immer mehr Kunden fragen berechtigterweise ganz gezielt nach, was wir in diesem Bereich tun. Insofern müssen wir alle an einem Strang ziehen und die auf den ersten Blick höheren Investitionskosten in Kauf nehmen, da wir alle von der Investition profitieren.

  2. Herr Behrens, Sie haben vorhin die Pelletheizung angesprochen. Welche Systeme sind in Ihren Häusern sonst noch in Betrieb?

    H. Behrens: Wir heizen und kühlen hauptsächlich mit Strom. Die Rilano-Gruppe kauft mittlerweile ihren Strom gebündelt ein, auch schon ein Jahr im Voraus. So können wir von günstigen Preisen an der Strombörse profitieren. Früher waren wir an die Stadtwerke vor Ort gebunden, heute können wir von jedem Lieferanten deutschlandweit flexibel Strom einkaufen. Das hilft natürlich, Kosten einzusparen. Nichtsdestotrotz ist da noch viel Einsparpotential vorhanden. Ölheizungen betreiben wir in keinem unserer Häuser mehr. Der Einsatz von Solar ist in der Hotellerie leider noch nicht sehr weit ausgebaut. Auch über den Einsatz von Photovoltaik gibt es im Hotelbereich noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Vor allem auch darüber, was uns der Einsatz dieser erneuerbaren Energien langfristig bringt. Da fehlen uns noch die Erkenntnisse über einen langen Zeitraum hinweg.

  3. Herr Behrens, in einem Interview sagten Sie, Ihr Anspruch sei es, Hotellerie anders als bislang zu gestalten. An welchen konkreten Punkten machen Sie das fest? Betrifft das auch die Gebäudetechnik?

    H. Behrens: Das machen wir in erster Linie an dem Hotel selbst fest. Es gibt wenige Bereiche, die sich in den letzten Jahrzehnten in der Hotellerie grundlegend verändert haben. Nehmen wir die Rezeption, da ist der Prozess seit 40 Jahren identisch. Wir versuchen, mit verschiedenen Konzepten Hotellerie anders umzusetzen und zu interpretieren. Natürlich spielen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eine Rolle. Die Hotellerie ist da noch nicht so weit wie manch andere Branche. Das liegt auch an den Kosten und Nutzen. Wenn ich heute mein Schnitzel 20 Cent günstiger einkaufe, weiß ich, dass ich am Monatsende etwas gespart habe. Wenn ich aber meinen Strom für die nächsten zwei Jahre im Voraus günstiger einkaufe, sehe ich nicht sofort den Einspareffekt. Dieses weit vorausschauende Denken ist bei uns in der Branche noch ausbaufähig.

  4. Herr Gamst, sehen Sie das genauso? Wenn Sie als Lieferant mit Zahlen an Kunden herantreten und Amortisationszeiten vorrechnen, wie ist da das Verständnis in anderen Branchen?

    H. Behrens: Wenn ich da kurz einhaken darf: Andere Branchen, zum Beispiel Supermärkte, die wissen genau, welche Technik sie haben wollen und wie viel Energie sie verbrauchen wollen. Die sind da schon viel besser aufgestellt.

    G. Gamst: Supermärkte sind ein sehr gutes Beispiel. Die kennen genau ihre Energiekosten und ihre Energiefresser. Entsprechend gehen sie vor und suchen Lösungen, um Energie einzusparen. Dafür nehmen sie teilweise auch etwas höhere Investitionskosten in Kauf. Die Discounter, mit denen wir arbeiten, die verzichten komplett auf den Einsatz von Öl und Gas, weil das für sie nicht mehr tragbar ist. Sie verschieben Energie und nutzen die Abwärme aus den Kühlmöbeln, um damit den Markt zu beheizen. Sie arbeiten also mit den Lasten, die sie sowieso schon haben, und sparen dadurch viel ein. Das gibt es im Hotel ganz selten, obwohl es auch dort technisch möglich ist. Hier bieten wir ebenfalls Wärmepumpensysteme an, die mit Wärmerückgewinnung arbeiten. Das sind niedrigere Investitionskosten als man vermutet, da man dafür auf Öl und Gas komplett verzichten kann und nur eine Systemtechnik einsetzen muss.

    „Maximale Energieeffizienz und niedrige Energiekosten sind schon heute in der Hotelbranche realisierbar.“

    Gunther Gamst
    Da ist noch ein großes Potenzial im Hotelbereich. Daher führen wir unser Hotelprojekt „FOR F.R.E.E.“ durch. Mit diesem Förderprojekt für Regenerative Energie-Effizienz wollen wir beweisen, dass, wenn man sich im Voraus Gedanken über die technische Gebäudeausrüstung macht, unsere Systemtechnik dazu beitragen kann, enorme Energiekosten einzusparen ‒ und zwar über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Hierfür suchen wir Partner, die noch ganz am Anfang ihrer Planung für ein neues Hotel stehen und mit uns diesen Beweis antreten wollen. Aus den Bewerbungen wählen wir dann ein Hotelprojekt aus, das wir kostenlos mit unserer Technik ausstatten.

    „Vor allem große Firmen, die große Zimmerkontingente abnehmen, fragen ganz klar danach, was wir im Bereich Nachhaltigkeit machen.“

    Holger Behrens

  5. Wie erklären Sie sich, dass im Hotelbereich das Verständnis dafür oder die Kenntnis davon noch nicht so vorhanden ist?

    H. Behrens: Das hat etwas mit Kernkompetenzen zu tun. Wir haben in der Branche nur bedingt Fachleute, die uns beispielsweise die Lebenszykluskosten der Gebäudetechnik berechnen können. Supermärkte, um noch mal den Vergleich zu bringen, haben den Vorteil, dass sie zehn oder mehr Märkte im Jahr eröffnen und stark expandieren. Das ist in der Hotellerie anders.

    G. Gamst: Und die Supermärkte vergleichen die einzelnen Filialen untereinander und messen ganz konkret die Verbräuche. Die erkennen sofort, wenn es Ausreißer im Energieverbrauch gibt und warum. Das geht natürlich bei Hotels weniger, weil die nicht so standardisiert sind. Gerade im Discounterbereich gleicht ein Markt dem anderen.

    H. Behrens: Ja, Hotels sind weniger vergleichbar. Ein Hotel hat einen Pool, das andere eine Sauna und einen großen Wellnessbereich und das dritte Hotel nichts von alledem. Da würden wir Äpfel mit Birnen vergleichen. Uns fehlen da noch die Instrumente, um aussagekräftige Zahlen zu bekommen und Vergleiche herzustellen.

  6. Ist das Bewusstsein bei den Hotelgästen für Nachhaltigkeit gestiegen bzw. fragen die Gäste konkret nach, was Nachhaltigkeitsaspekte angeht?

    H. Behrens: Ich glaube, es ist noch kein wichtiges Kaufkriterium, noch nicht so, dass ich mir ein Hotel nach der Nachhaltigkeit aussuche. Aber wenn ich zwei identische Hotels habe und das eine arbeitet deutlich nachhaltiger als das andere, dann kann ich mir vorstellen, dass sich der Gast für das nachhaltigere entscheidet. Vor allem große Firmen, die große Zimmerkontingente abnehmen, fragen ganz klar danach, was wir im Bereich Nachhaltigkeit machen. Das wollen sie wissen und das wird immer wichtiger.

    G. Gamst: Die Nachfrage nach Nachhaltigkeit gibt es bei unseren Systemen auch erst seit ein paar Jahren, und zwar aufgrund der Energiekosten. Jeder kennt das von zuhause, dass er froh ist, wenn mit einer neuen Technologie die Energiekosten sinken. Das wird im Hotel auch kommen. Nur, der Hotelbetreiber muss sich die Informationen dazu zusammensuchen. Dass die Klimaanlage ausgehen sollte, wenn die Fenster geöffnet werden, das ist jedem Hotelbesitzer bewusst. Was es aber noch an technologischen Möglichkeiten gibt, das ist ihm häufig noch nicht klar. Weil er teilweise bei gepachteten Häusern gar nicht genau weiß, welche Technologie überhaupt verbaut ist. Da müssen wir als Lieferant noch viel mehr unterstützen und aufklären, wie die Technologie noch besser eingesetzt werden kann und was es für die Umwelt bedeutet. Wir müssen erklären, wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien in der Gebäudetechnik sein kann. Bei Wärmepumpen sind es beispielsweise bis zu 75 Prozent. Wenn Wärme verschoben wird, ist es sogar noch mehr. Ich gehe fest davon aus, dass das in Zukunft ein Argument für Hotelgäste wird, ein Hotel auszusuchen. Und deshalb müssen die Vorteile transparent an Investoren, Hotelbetreiber und die Gäste kommuniziert werden. Denn maximale Energieeffizienz und niedrige Energiekosten sind schon heute in der Hotelbranche realisierbar.

Interview: Maike Schäfer

Tags: Expertenmeinungen

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